Michael Leutert, MdB (DIE LINKE.)

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26.04.2012

Sie entdecken die Welt gemeinsam

Warum das Betreuungsgeld eine ganz schlechte Idee ist

Michael Leutert
Die Bundesregierung plant die Einfhrung eines Betreuungsgeldes in Hhe von 100 bis 150 Euro fr Eltern, die ihre Kinder nicht in die Kita geben, sondern zuhause erziehen. Als Vater eines bald vierjhrigen Jungen sage ich dazu:
Natrlich geht mein Sohn Paul in die Kita. Ich erlebe jeden Tag, wie wertvoll das gemeinsame spielerische Lernen mit anderen Kindern ist. Er schaut sich Dinge ab, zeigt anderen, was er schon mitbekommen hat. Sie entdecken die Welt gemeinsam. Stndig kommt etwas Neues hinzu. Das, was die Kleinen hier lernen, hilft ihnen spter. Kinder, die schon frh in eine Kita kommen, haben spter bessere Chancen, das Abitur zu machen.
Gerade fr Kinder aus sozial schwcheren Familien, deren Eltern oft selbst ber weniger Bildung verfgen oder auch sprachliche Defizite haben, ist das enorm wichtig. Um zu erreichen, dass nicht ausgerechnet diese Kinder den Kitas fern bleiben, weil ihre Eltern auf jeden Cent angewiesen sind, hat die CDU/CSU-FDP-Koalition jetzt vor, dass Betreuungsgeld voll mit Hartz IV zu verrechnen. Zu deutsch: Hartz-IV-EmpfngerInnen sollen leer ausgehen. Doch ein schlechtes Gesetz wird nicht besser, wenn es mit einer sozialdiskriminierenden Manahme flankiert wird. brig bliebe ein Sponsoring fr Familien, die es sich eh leisten knnten, ihre Kinder zuhause zu behalten, wenn sie es denn unbedingt wollen. Und warum das Ganze? Weil in Bayern im nchsten Jahr Landtagswahlen sind und die CSU mal wieder einen Erfolg fr ihr konservatives Klientel braucht. Dabei sind sogar die FDP- und weite Teile der CDU-Fraktion gegen das Betreuungsgeld.
Das Gesetzesvorhaben zun Betreuungsgeld gehrt in den Mlleimer, bevor es Schaden anrichten kann!
Hier findet ihr noch andere Stellungnahmen von Kollegen aus der Linksfraktion, die junge Kinder haben.

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